Alaaaaf ihr Jecken!
Wer in Leverkusen groß wird, wächst mit der fünften Jahreszeit auf.
Bislang hatten wir uns immer damit begnügt dem Geschehen vom Rand aus zuzugucken und Kamelle zu sammeln. Doch beim Thema „BOP der Imbacher Baumeister“ wurde mein dreijähriger Sohn Vincent hellhörig. Als ich ihm dann noch erzählte, dass ein Karnevalswagen gebaut, die Kostüme genäht, Kamelle besorgt und viel liebevolle Detailarbeit sowie Zeit in so ein Projekt gesteckt werden müssen, war er nicht mehr zu bremsen. Bei Karnevalswagen bauen mit „richtigem“ Werkzeug war die Entscheidung bereits gefallen. Vinny wollte unbedingt mitwirken und sprach ab Projektbeginn auch in der Kita von nichts anderem mehr als davon, dass er Bob wird und wir einen Karnevalswagen bauen.
Die Züge in Wiesdorf und Lützenkirchen, die am Sonntag gehen sollten, wurden aufgrund einer Schlechtwettersituation abgesagt und bekanntlich an den Opladener Rosenmontagszug drangehangen. So einen großen und tollen Zug hatte selbst der Papa noch nie gesehen und durfte diesen sogar erstmalig mitgehen.
Der Rosenmontag an sich verlief reibungslos. Da die Imbacher auf eine gewachsene Karnevalstradition zurückblicken, haben sie dementsprechend große Erfahrungswerte im Ablaufgeschehen am Rosenmontag.
So wird sich 2 Stunden vorher an der Kölnerstraße zur Aufstellung getroffen, die Musik aufgedreht und bis zum Zugstart die letzten Vorbereitungen getroffen sowie sich warmgetanzt, denn zu dem Zug gehört auch eine eigene Choreographie.
Die Imbacher wären nicht eine Dorfgemeinschaft, wenn sie nicht zu den süßen Kamellen auch Deftiges wie gekochte Eier, Birnen und Karotten unter die Leute bringen würden – was sehr gut beim Karnevalspublikum ankam. Leider ist auch der längste Zug viel zu schnell vorbei.
Fazit: Die Imbacher haben den ersten Preis für die tollste Bodentruppe und den schönsten privaten Wagenbau abgesahnt. Weiter so! Es hat viel Spaß gemacht als Dorfgemeinschaft plus Freunde so ein großes, tolles und aufregendes Projekt zu stemmen. Wir freuen uns auf nächstes Jahr!
